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Vorteilsnahme = Korruption und Bestechung

Veröffentlicht am 01. März 2012
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Ist Ex-Bundespräsident Christian Wulff nur die Spitze des Eisberges !?

Wenn Korruption und Bestechung öffentlich
wird, bleibt auch eurostapelein Bundespräsident oder andere politische Führer eines Staates nicht unberührt von der Enttäuschung und dem Argwohn des Volkes, der Bürger seines Landes, die ihm blind vertraut, ihn sogar als Vorbild gesehen haben. Egal ob in einem demokratischen oder politisch anders ausgerichteten Land.

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
Doch wenn von Seiten seiner Mitstreiter, Parteiangehörigen, anderen Politikern, der Justiz wie auch den beteiligten Wirtschaftsbossen versucht wird, einen solchen Mißbrauch eines Amtes herunter zu reden oder gar zu vertuschen, ist es Zeit, sich Gedanken zu machen, welchen Nutzen, Sinn und Zweck Staatsführer, Politiker,  Beamte und Sicherheitsorgane in unserem Land noch haben.

Die Taktik der drei Affen.
Über Christian Wulff ist immerhin auch inzwischen bekannt, daß sein Verhalten und sein Bezug zu Freunden, Sponsoren und Geldgebern aus der Wirtschaft niemandem vor den Veröffentlichungen im Herbst und Winter 2011 aufgefallen sein wollte. Obwohl Wulff diese Beziehungen bereits vor und während seiner Amtszeit als Ministerpräsident von Niedersachsen hegte und rege, sogar öffentlich, pflegte. Wohlverstanden Öffentlich! Ob auf Messen, Wahlveranstaltungen und öffentlichen Veranstaltungen war er immer wieder von seinen wohlhabenden Freunden und Bekannten umringt. Hier wären natürlich gewisse Institutionen gefragt gewesen, die für solche Fälle und die Hinterfragung gewisser Beziehungen exististieren. Vor allem aber auch die Justiz.
Ist Herr Wulff vielleicht über einen seiner Freunde oder Bekannten gestolpert oder ist er einem oder sogar mehreren so auf die Füße getretent, daß gegenüber der Presse oder konkurierenden Politikern über das Geben und Nehmen unter Freunden und Bekannten zu ungunsten von Wulff geplaudert wurde?

Im Visier der Justiz.
Noch ist aber nichts bewiesen. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am 02.03.2012 das Haus von Christian Wulff und die Firmen und Häuser seiner Wirtschaftsfreunde durchsucht und Beschlagnahmungen von Akten und Computern vorgenommen. Die Ermittlungen laufen auf vollen Touren.

Ein Teufelskreis.
Doch wenn Legislative und Executive in einem Schleier oder Nebel der Korruption, der Bestechung und überhaupt der Kriminalität zusammenfließen oder gar verschmelzen, enstehen mafiöse Zirkel und Methoden in der Staatsführung, was auf kurz oder lang das Ende eines Landes oder eines Staates bedeutet. Gleich welche Stellung oder Position das Land oder der Staat international inne hatte. Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um einen demokratisch, sozialistisch oder kommunistisch, totalitär oder monarchistisch orientierten oder geführten Staat handelt.

Kein Kavaliersdelikt.
Grundsätzlich ist die persönliche Vorteilsnahme oder Korruption und Bestechung von Politikern, Beamten oder anderen Amtsinhabern verwerflich und kriminell in höchsten Maßen.

Christian WulffDie Mühlen der Justiz mahlen...
Im Falle von Ex-Bundespräsident hat sich die deutsche Justiz aber aufgerafft, sich der Vorwürfe, Vermutungen und Beweise öffentlich angenommen und die Ermittlungen gegen Herrn Wulff aufgenommen. Was dabei aber heraus kommt ist jedoch wie in vielen anderen, ähnlichen Fällen der deutschen Politik, noch fraglich. Wie oft ist schon so mancher Verdacht oder  so manche Anschuldigung als unbegründet eingestellt oder im Sande verlaufen. Die Zeit wird es schon regeln.

Doch ist es in allen, auch den noch unentdeckten Fällen von Korruption, Bestechung und Vorteilsnahme, wie es im Amtsdeutsch inzwischen heißt, so? Die Dunkelziffer scheint doch noch recht hoch zu sein, wenn sogar hochrangige Politiker und Manager in gewisse Machenschaften verstrickt sind.
Werden Amtsträger, Politiker und Beamte in Zukunft vor Amtsantritt mehr ins Visier genommen und
hinterfragt? Werden sie unseren Rechtsstaat und seine Gesetze achten, wahren und hochhalten?
(Bild: Quelle Christian Wulff Facebook)

Korruption und Bestechung hochaktuell und an der Tagesordnung.
Immerhin steht die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Korruptionsindex immer noch auf Rang 15

Siehe: http://www.transparency.org/policy_research/surveys_indices/cpi/2010/results

und    http://www.transparency.de/Tabellarisches-Ranking.1745.0.html

und in Europa im Mittelfeld. Also nicht unbedingt das beste Aushängeschild. Ob aus politischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen. Leider immer noch nicht ein gutes Beispiel für andere Staaten dieser Welt, die am global Business bereits teilnehmen und noch teilnehmen wollen. Warum soll man es nicht selber tun, wenn es andere auch machen!?

Belohnung für Amtsmißbrauch auf Kosten der Steuerzahler?
Sollen aber Politiker, die ihre Stellung oder ein Amt für ihre Zwecke mißbraucht haben, nach Beendigung ihres Amtes auch noch für ihr unvorbildliches oder sogar unehrenhaftes Verhalten belohnt werden? Wie jetzt beispielsweise Christian Wulff mit einem Ehrensold von bislang öffentlich gewordenen 200.000 Euro jährlich, den von ihm neuerdings geforderten zusätzlichen Leistungen, wie Büro, Sekretärin, Chauffeur mit Fahrzeug und Personenschutz mit weiteren etwa 380.000 Euro Kosten, bis an das Lebensende von Herrn Wulff? Wohlbemerkt etwa 580.000 bis etwa 700.000 Euro jährlich, die von den bundesdeutschen Steurzahlern jedes Jahr für einen einzigen Mann aufgebracht werden müssen, nur weil er knapp zwei Jahre das Amt des deutschen Bundespräsidenten genießen durfte.

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